erzähl_Mahl Tischgespräche

Tischgespräche über den 2. Weltkrieg, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit und Auswirkungen bis Heute

erzähl_Mahl ist entstanden aus der Wahrnehmung, wie viele persönliche Geschichten zu 2. Weltkrieg, Nationalsozialismus und Nachkriegszeit bis heute nicht erzählt und gehört sind und wie sehr das die Menschen aller Generationen und das ganze Land bis heute prägt und einer offenen Gesellschaft im Weg steht. Wir wollen diesen Erzählungen Raum geben, mit der Idee, dass eine lebendige Erinnerungskultur der Gegenwart und Zukunft dient.

Das Essen an einem gemeinsamen Tisch ist  eine zentrale Metapher für Gemeinschaft und Teilhabe, für Kommunikation, Nahrung und Wohlbefinden.

erzähl_Mahl wünscht sich Gäste aller Generationen. Junge, die sich für die Erzählungen der Älteren interessieren, Alte, die den Jüngeren zuhören wollen. Wir begrüßen Alteingesessene, Zugewanderte und eigens Angereiste, Familien und Freund_innen, einander Vertraute und Fremde.

erzähl_Mahl ist nomadisch. Wir bewegen uns über Land und in der Stadt. Wir suchen gastfreundliche Orte auf, die vielleicht selbst auch eine Geschichte zu erzählen haben, private und öffentliche Räume.

 

Was hat das heute noch mit uns zu tun? 

Ist es nicht einmal genug? Nein. Von Historiker*nnen geschriebene Geschichte und persönliche, auch transgenerationale, Erinnerungen verhalten sich so, wie ein Lexikon zu einem Familienalbum (vgl. Margit Reiter, Zeithistorikerin in „Sag Du es deinem Kinde“, Friedemann Derschmidt). Viele Seiten in den österreichischen Familienalben sind noch nicht aufgeschlagen, die Vielfalt der Bilder noch nicht geborgen.

In den letzten Jahren sind auch die Auswirkungen auf das Leben der Nachfolgegenerationen in den Blick gerückt. Bücher zu diesem Thema, von den deutschen Autorinnen Sabine Bode, Luise Reddemann, Ingrid Meyer-Legrand u.a. sind zu Bestsellern geworden.

Und wir leben wieder in einer höchst kritischen politischen Zeit. Angst, Abwertung, Ausgrenzung und Rassismus betreffen uns. Dem möchten wir – erzählend – entgegentreten. Ein Beitrag für ein weltoffenes, verantwortliches, friedliches Miteinander.

 

Über uns Gastgeber_innen

Wir sind Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Berufen (Journalistinnen, Psychotherapeutinnen, Beraterinnen, Künstlerinnen), die sich aus der persönlichen Lebensgeschichte, aus beruflichem und gesellschaftspolitischem Interesse in diesem Projekt zusammengefunden haben.

Dorothea Kurteu zeitgeschichten + medienwerkstatt graz, Petra Kohlenprath Interferenzen, Christine Blumenstein-Essen Institut APSYS + apsys.raum, Birgit Jellenz-Siegel jellenz-siegel.at/

 

Zur Struktur

Zeiten: erzähl_Mahl findet meist in einem zeitlichen Rahmen von etwa 4 Stunden, am frühen Abend statt.

Orte: Atmosphärische Räume z.B. auf Bauernhöfen, in Wirtshäusern, in Privatwohnungen, in Museen, … Wenn Du an einem solchen Ort lebst oder arbeitest und bereit bist, Dein Haus für erzähl_Mahl zu öffnen, freuen wir uns sehr über eine Einladung!

Speisen: Manchmal bitten wir, etwas mitzubringen, manchmal kochen wir selbst, manchmal werden wir bekocht.

Moderation: Die erzähl_Mahl Runden werden von uns moderierend begleitet.

Kostenbeitrag: Wir freuen uns über einen kleinen Beitrag nach eigenem Ermessen.

 

Herbst-Termine 2018

Freitag 28 September, Deutschvilla in Strobl am Wolfgangsee/Salzburg, eine Kooperation mit bifeb (Bundesinstitut für Erwachsenenbildung), Deutschvilla und Freies Radio Salzkammergut

Zeit: 17 – 21 Uhr | Moderation: Dorothea Kurteu, Petra Kohlenprath | Anmeldung bitte diesmal beim Partner bifeb > hier

 

Weitere Herbst-Termine in Graz-Eggenberg und in Wien sind in Vorbereitung.

 

Anmeldung (soweit nicht anders angegeben) + weitere Informationen

Bitte über das > Kontaktformular | Die Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich!